Weiter zum Inhalt

Energiesparen bei der Druckluft durch Ultraschallkamera im Unternehmen Gilles Tooling

Unternehmensprofil

Das Unternehmen Gilles Tooling wurde im Jahre 2005 gegründet und produziert auf höchstem Niveau verschiedene Anbauteile für die Motorradindustrie. Hierzu gehören bspw. Kettenspanner, Fußrastenanlagen, Brems- und Kupplungshebel oder Protektoren.

Zu den Kunden zählen neben Endkunden und Händler ebenfalls große Namen wie BMW, Yamaha, KTM, Suzuki oder Polaris.

Das Unternehmen hat seinen Sitz im Gewerbegebiet Potaschberg in der Gemeinde Grevenmacher und beschäftigt um die 70 Mitarbeiter. Die Hauptaktivitäten liegen in der Entwicklung und der Fertigung. Letztere ist der Bereich, bei der ein Großteil der Kosten für Strom und Wärme entstehen.

Idee

Druckluftlecks beseitigen unter Zuhilfenahme einer Ultraschallkamera

Aufgrund der anhaltenden fluktuierenden Energiepreise liegt es nahe, als produzierendes Unternehmen die einhergehenden Kosten so gut wie möglich zu kontrollieren bzw. Energie einzusparen.

Dafür hat das Unternehmen seine Druckluftversorgung untersucht und festgestellt, dass durchaus Potenzial für Energieeinsparungen vorhanden ist. An jeder Maschine und an jedem Arbeitsplatz in der Fertigung wird Druckluft benötigt: hauptsächlich bei den vollautomatisierten Fräsmaschinen, aber auch bei der Reinigung, beim Abblasen oder der Montage.

Die Analyse ergab, dass der kontinuierliche Ausbau der Fertigung zu einem sehr komplexen Druckluftnetz geführt hat welches vor Verlusten durch Undichtigkeiten nicht gefeit ist.

Aufgrund der Tatsache, dass die Fertigung rund um die Uhr läuft und ein gewisser Lärmpegel in der Produktionshalle herrscht, ist die akustische Erkennung von Undichtigkeiten in Form von Zischen nicht möglich. Somit wurde klar, dass eine andere Möglichkeit gefunden werden muss um besagte Leckagen zu identifizieren.

Die Recherche der verantwortlichen Mitarbeiter ist zu dem Schluss gekommen, dass eine Ultraschallkamera die richtige Lösung ist.

Design

Austausch mit dem House of Sustainability

Das Unternehmen fand erste Informationen über finanzielle Unterstützung auf guichet.lu. Für die Anschaffung des Geräts im vierstelligen Bereich konnte auf die finanzielle Unterstützung des Programms „SME Package – Sustainability“ zurückgegriffen werden.

Gemeinsam mit dem House of Sustainability wurde auf einer sehr sachlichen und unkomplizierten Ebene das Dossier zusammengestellt. Hierzu zählte das Einholen der Angebote, das Ausfüllen des Antrags. Nach dem Freigabebescheid der finanziellen Hilfe durch das House of Sustainability konnte der Auftrag vergeben werden.

Umsetzung

Einsatz der Ultraschallkamera

Das Gerät ist leicht zu bedienen und ermöglicht die Kontrolle des Druckluftnetzes bei laufenden Maschinen. Die Kamera zeigt ein Ultraschalbild der Anlage, auf dem man die präzise Lokalisierung sowie das Ausmaß der Leckage erkennen kann. Anhand der Daten kann dann eingeschätzt werden, wie schnell reagiert werden muss.

Sowohl beim Verdacht auf Undichtigkeiten als auch bei der regelmäßigen Wartung der Druckluftversorgung kommt die Ultraschallkamera zum Einsatz.

Ergebnisse

Einsparungen in der Stromabrechnung

Die Kosten für einen Kubikmeter (1 m3) Druckluft betragen nach interner Kalkulation des Unternehmens ca. 3,38 Cent. Bei einem Netzdruck von 8 bar entweichen ungefähr 4,5 m3/h (15,21 Cent) aus einem Leck von 1 mm Durchmesser.

Aus der Erfahrung des Unternehmens und anhand der bereits erkannten und behobenen Undichtigkeiten ergibt sich ein geschätzter Verlust von 100 m3/h. Dies führt zu Kosten von 3,38 €/h und über das gesamte Jahr hinweg zu einer Summe von ungefähr 30.000 €.