Naturnahe Gestaltung von Verkehrsflächen: Ein Beitrag zu Biodiversität und Klimaanpassung
Viele Unternehmensflächen unterliegen einem starken Nutzungsdruck und sind deswegen häufig über die Notwendigkeit hinaus versiegelt: Asphaltierte Flächen, wie Parkplätze, Abstellflächen und Zufahrten, erhöhen die Hitzeentwicklung, verschlechtern die Regenwasseraufnahme und bieten keinen ökologischen Mehrwert.
Durch den Einsatz von wasserdurchlässigen Belägen (z.B. Rasengittersteine, Schotterrasen, Pflaster mit Fugenbegrünung, wassergebundene Decken) und Begrünung lassen sich diese Flächen ökologisch aufwerten. Vorteile sind:
bessere Regenwasserversickerung und Entlastung der Kanalisation,
Verringerung von Hitzeinseln und Verbesserung des Mikroklimas,
Schaffung zusätzlicher Lebensräume für Pflanzen und Tiere,
gesteigerte Aufenthaltsqualität und optische Aufwertung,
längere Lebensdauer der Flächen durch reduzierte thermische Belastung.
Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Intelligente Lichtkonzepte für das Betriebsgelände: Energie sparen und nachtaktive Tiere schützen
Künstliche Beleuchtung in der Nacht stört zahlreiche Tierarten: Insekten werden angelockt und sterben, Fledermäuse meiden beleuchtete Areale, Vögel werden in ihrer Orientierung irritiert. Auch für den Menschen bedeutet Lichtverschmutzung eine Belastung durch Schlafstörungen und höheren Energieverbrauch.
Unternehmen können mit angepassten Beleuchtungskonzepten gleichzeitig die Umwelt schützen und Energiekosten sparen. Wirksame Maßnahmen sind z.B. der Einsatz von Bewegungs- oder Zeitschaltern, die Ausrichtung der Leuchten nach unten, die Wahl von warmweißem, insektenfreundlichem LED-Licht und die Reduktion unnötiger Beleuchtung auf Parkplätzen, Fassaden oder Werbetafeln. Mit einem ganzheitlichen Beleuchtungsmanagement können Betriebe Kosten senken, das Sicherheitsgefühl wahren und gleichzeitig zur Verringerung der nächtlichen Lichtverschmutzung beitragen. Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Begrünte Dächer und Fassaden – Lebensräume schaffen, Klima schützen
Begrünte Dächer und Fassaden leisten einen vielseitigen Beitrag für Biodiversität, Klimaschutz und Gebäudeeffizienz. Einfache Gründächer mit Sedumpflanzen sind pflegeleicht und bieten Lebensraum für Insekten, während aufwändigere Begrünungen mit Kräutern und Sträuchern höherwertige Biotope entstehen lassen.
Grüne Fassaden wirken ähnlich: Sie kühlen im Sommer durch Verdunstung, speichern CO₂, filtern Feinstaub und verbessern das Mikroklima.
Neben den ökologischen Vorteilen leisten Begrünungen auch ökonomische Beiträge: Sie verlängern die Lebensdauer der Dachhaut, erhöhen die Gebäudeeffizienz durch zusätzliche Wärmedämmung und lassen sich mit Solaranlagen kombinieren.
Auch für Ihre Mitarbeiter entsteht ein Mehrwert, da begrünte Gebäude als attraktiver, gesünder und moderner wahrgenommen werden. In Kombination mit Regenwasserrückhaltung tragen Gründächer zudem zum Hochwasserschutz bei.
Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.