Erfassung des Wasserverbrauchs, von Verlusten und übermäßigem Verbrauch, um Optimierungsmöglichkeiten zu finden
Um einen Überblick über die Wassersituation des Unternehmens zu erhalten, ist es wichtig, den Verbrauch zu überwachen. Das Wasser-Audit ist ein wichtiger Schritt, um einen Optimierungsprozess einzuleiten und eine zirkuläre und nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource zu erreichen.
Um die wichtigsten Fragen im Vorfeld des Projekts zu klären und Sie durch die verschiedenen Schritte zu führen, empfiehlt es sich, sich bei einem auf Wasser spezialisierten Planungsbüro zu informieren. In jedem Fall kann Ihnen Ihr Branchenvertreter (Ihre Kammer oder Ihr Verband) weiterhelfen.
Unternehmerische Verantwortung für die Natur: Tierfreundliche Gestaltung des Firmengeländes
Betriebsgelände bieten viele Möglichkeiten, gezielt Lebensräume für Tiere zu schaffen. Mit relativ geringem Aufwand lassen sich durch Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, Insektenhotels, Steinhaufen, Totholzecken oder kleine Teiche strukturreiche Habitate realisieren. Solche Elemente ergänzen die möglicherweise bereits umgesetzte naturnahe Begrünung (Naturnahe Gestaltung und Bewirtschaftung von Grünflächen) und erhöhen die ökologische Vielfalt auf dem Gelände deutlich.
Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Erhaltung von Arten bei, sondern steigern auch die ökologische Vernetzung im Siedlungsraum, indem sie neue Lebensräume („Trittsteinbiotope“) schaffen. Besonders wertvoll sind Maßnahmen, die an die örtlichen Gegebenheiten und an die Bedingungen für die lokale Fauna angepasst sind.
Maßnahmen zugunsten der Tierwelt haben weiteren Mehrwert: Sie stärken das Unternehmensprofil, verbessern die Wahrnehmung bei Kunden und erhöhen womöglich auch die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz.
Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Mitarbeiter für Natur- und Umweltschutz sensibilisieren – Bewusstsein schaffen, Verantwortung stärken
Natur- und Biodiversitätsmaßnahmen im gewerblichen Bereich entfalten ihre volle Wirkung erst, wenn sie von Mitarbeitern, Kunden und Partnern verstanden und mitgetragen werden. Sensibilisierung bedeutet, die Belegschaft aktiv einzubeziehen und über den Nutzen der Maßnahmen zu informieren. Dies kann durch interne Workshops, Informationsmaterialien, Betriebsführungen oder Aktionstage geschehen.
Unternehmen, die gezielt kommunizieren, stärken ihre Rolle als verantwortungsbewusste Akteure und können durch Transparenz Vertrauen bei Kunden und in der Öffentlichkeit aufbauen. Auch die Integration in CSR-Strategien oder Nachhaltigkeitsberichte ist möglich.
Besondere Wirkung entfaltet Sensibilisierung, wenn die Mitarbeiter aktiv in die Gestaltung eingebunden werden – etwa durch Baumpflanzaktionen, das Anlegen von Blühstreifen oder die Pflege von Nisthilfen. Dadurch steigt die Identifikation mit dem Unternehmen, und nachhaltiges Denken wird langfristig verankert. Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Naturnahe Grünflächen – ein Mehrwert für die Biodiversität
Grünflächen auf Unternehmensarealen sind nicht nur ein ästhetisches Element, sondern können auch als strategischer Bestandteil angesehen werden: Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, können das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördern und tragen auch wesentlich zur Außenwirkung des Unternehmens bei.
Wenn bei freien Betriebsflächen der Fokus auch häufig nur auf dem Pflegeaufwand liegt (Mähen von Rasen, Schneiden von Hecken oder Bäumen), sind solche Flächen oft mit Mehrwert für die Biodiversität gestaltbar. Durch eine naturnahe Umgestaltung können sie zu wertvollen Lebensräumen für Insekten, Vögel und Kleinsäuger werden – oft verbunden mit einem deutlich geringeren Pflegeaufwand. Dies spart Kosten und stärkt zugleich das ökologische Image des Unternehmens.
Ökologisch gestaltete Außenanlagen verbessern außerdem das Mikroklima, fördern die Bodenfruchtbarkeit und schaffen attraktive Erholungsräume für Mitarbeiter und Besucher.
Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Naturnahe Gestaltung von Verkehrsflächen: Ein Beitrag zu Biodiversität und Klimaanpassung
Viele Unternehmensflächen unterliegen einem starken Nutzungsdruck und sind deswegen häufig über die Notwendigkeit hinaus versiegelt: Asphaltierte Flächen, wie Parkplätze, Abstellflächen und Zufahrten, erhöhen die Hitzeentwicklung, verschlechtern die Regenwasseraufnahme und bieten keinen ökologischen Mehrwert.
Durch den Einsatz von wasserdurchlässigen Belägen (z.B. Rasengittersteine, Schotterrasen, Pflaster mit Fugenbegrünung, wassergebundene Decken) und Begrünung lassen sich diese Flächen ökologisch aufwerten. Vorteile sind:
bessere Regenwasserversickerung und Entlastung der Kanalisation,
Verringerung von Hitzeinseln und Verbesserung des Mikroklimas,
Schaffung zusätzlicher Lebensräume für Pflanzen und Tiere,
gesteigerte Aufenthaltsqualität und optische Aufwertung,
längere Lebensdauer der Flächen durch reduzierte thermische Belastung.
Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Intelligente Lichtkonzepte für das Betriebsgelände: Energie sparen und nachtaktive Tiere schützen
Künstliche Beleuchtung in der Nacht stört zahlreiche Tierarten: Insekten werden angelockt und sterben, Fledermäuse meiden beleuchtete Areale, Vögel werden in ihrer Orientierung irritiert. Auch für den Menschen bedeutet Lichtverschmutzung eine Belastung durch Schlafstörungen und höheren Energieverbrauch.
Unternehmen können mit angepassten Beleuchtungskonzepten gleichzeitig die Umwelt schützen und Energiekosten sparen. Wirksame Maßnahmen sind z.B. der Einsatz von Bewegungs- oder Zeitschaltern, die Ausrichtung der Leuchten nach unten, die Wahl von warmweißem, insektenfreundlichem LED-Licht und die Reduktion unnötiger Beleuchtung auf Parkplätzen, Fassaden oder Werbetafeln. Mit einem ganzheitlichen Beleuchtungsmanagement können Betriebe Kosten senken, das Sicherheitsgefühl wahren und gleichzeitig zur Verringerung der nächtlichen Lichtverschmutzung beitragen. Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.
Begrünte Dächer und Fassaden – Lebensräume schaffen, Klima schützen
Begrünte Dächer und Fassaden leisten einen vielseitigen Beitrag für Biodiversität, Klimaschutz und Gebäudeeffizienz. Einfache Gründächer mit Sedumpflanzen sind pflegeleicht und bieten Lebensraum für Insekten, während aufwändigere Begrünungen mit Kräutern und Sträuchern höherwertige Biotope entstehen lassen.
Grüne Fassaden wirken ähnlich: Sie kühlen im Sommer durch Verdunstung, speichern CO₂, filtern Feinstaub und verbessern das Mikroklima.
Neben den ökologischen Vorteilen leisten Begrünungen auch ökonomische Beiträge: Sie verlängern die Lebensdauer der Dachhaut, erhöhen die Gebäudeeffizienz durch zusätzliche Wärmedämmung und lassen sich mit Solaranlagen kombinieren.
Auch für Ihre Mitarbeiter entsteht ein Mehrwert, da begrünte Gebäude als attraktiver, gesünder und moderner wahrgenommen werden. In Kombination mit Regenwasserrückhaltung tragen Gründächer zudem zum Hochwasserschutz bei.
Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Aspekte beschrieben, die bei der Planung und Umsetzung zu berücksichtigen sind.